<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Songwriting Archive - Nadine de Macedo</title>
	<atom:link href="https://www.nadinedemacedo.com/tag/songwriting-de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.nadinedemacedo.com/tag/songwriting-de/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sun, 26 May 2024 12:40:29 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.nadinedemacedo.com/wp-content/uploads/2020/07/cropped-NdM-Favicon-32x32.png</url>
	<title>Songwriting Archive - Nadine de Macedo</title>
	<link>https://www.nadinedemacedo.com/tag/songwriting-de/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Song Strukturen verstehen</title>
		<link>https://www.nadinedemacedo.com/musik/song-strukturen-verstehen/</link>
					<comments>https://www.nadinedemacedo.com/musik/song-strukturen-verstehen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadine]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Feb 2024 19:10:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Arrangement]]></category>
		<category><![CDATA[Songwriting]]></category>
		<category><![CDATA[Tutorial]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.nadinedemacedo.com/?p=5235</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mit meinen Mitmusiker*innen rede ich häufig über Melodien, Texte und Instrumente, aber nur sehr selten über Stukturen. Dabei sind Strukturen ein wichtiger Bestandteil des Songwritings, da diese darüber entscheiden, ob unsere Hörer bis zum Ende dabei sind oder nicht. Dieser Artikel beinhaltet eine Übersicht der gängisten Strukturen und hilft, neue zu finden. Song Bestandteile und ihre Funktion Wenn du gerne moderne Musik hörst, wirst du herausgefunden haben, dass vereinzelte Bestandteile wiederholt werden. Analysiere die Texte und Akkorde, um herauszufinden, was typischerweise wann kommt. Ich bin mit elektronischer Clubmusik aufgewachsen, wo jeder Song über 8 Minuten lang war. Da war es üblich, dass jeder Part durch 32 oder 16 teilbar war. In der Pop und Rockmusik findet man Strukturen von 8 oder 16 Takten, während man im Blues eher zu 12 oder 16 Takten neigt. Es gibt keine klare Regel, das sind nur Empfehlungen, die gut bei den Hörer*innen, Musiker*innen und DJs ankommen. Natürlich kann man auch unterschiedliche Länge probieren, solange die gleichen Teile die gleiche Länge haben. Hier ein kurzer Überblick der einzelnen Bausteine und ihre Bedeutung für den Song. Intro (I) Wenn der Song ein Intro besitzt, ist es immer der erste Teil. Deswegen gibt es davon auch nur ein Intro pro Song. Man nutzt Intros um Atmosphäre aufzubauen oder auf den nächsten Teil aufmerksam zu machen. Als Daumenregel halte ich fest: Je länger ein Song, desto länger das Intro. Trotzdem sollte ein Intro nicht länger als ein Drittel der gesamten Songlänge ausmachen. Ein gutes Beispiel in meiner Discographie ist der Progressive Metal Song &#8222;Truth&#8222;. Wir erzeugen die Atmosphäre mit Synthesizern und einer tickenden Uhr. Outro oder Coda (O) Gegensätzlich zum Intro, und doch irgendwie ähnlich ist das Outro. Das ist das Ende eines Songs, das ebenfalls eine Atmosphäre schafft, aber die Spannung senkt. Wenn man den Song als eine Reise wahrnimmt, wird auch klar, dass das Outro nicht dieselbe Stimmung haben muss wie das Intro. Im Sprachgebrauch wird auch häufig das Wort Coda benutzt, wobei es für mich nicht ganz das Selbe ist. Eine Coda ist für mich eine besondere Art des Outros, das sich an das Refrain anlehnt, wie z.B. bei meinem Song &#8222;Fit Right In&#8220;. Die letzten Takte werden wiederholt und verlangt gespielt (Ritardando). Technisch könnte man auch den Schlussakkord als Coda bezeichnen. Strophe oder Verse (V) Die Strophe ist ein Kernelement des Songs. Normalerweise haben alle Strophen dieselbe Metrik und dieselbe Melodie, aber einen anderen Text. Der Zweck einer Strophe besteht darin, eine Geschichte zu erzählen. Wenn man alle Refrains aus dem Song rausnimmt, liest sich der Songtext wie ein Gedicht. Ein üblicher Popsong hat zwei bis drei Strophen. In Folk Balladen wird man auch Strukturen mit mehreren Strophen finden. Refrain oder Chorus (C) Ein weiterer zentraler Bestandteil ist der Refrain. Er taucht mindestens zweimal auf und zeichnet sich durch eine äußerst eingängige Melodie (Hookline) oder Akkordfolge aus. Normalerweise ist sind die Akkordfolgen von Refrain und Strophen unterschiedlich. Die Refrains sind oft zueinander identisch, aber es gibt auch Ausnahmen, wo Melodie und Rhythmus gleich bleiben, aber der Text ausgetauscht wird. Solo (S) Die meisten Rock und Metal Songs haben mindestens ein Solo. Häufig handelt es sich um eine emotionale, komplexe und schwebende Lead Gitarre, auf die man gegen Ende des Songs sehnsüchtig wartet. Es können natürlich auch andere Instrumente sein, aber im Vordergrund steht eine Improvisation. Oft wird die Melodie auf denselben Akkorden wie der Refrain gespielt, aber manchmal kann das Solo auch komplett eigene Wege gehen. Achtung bei Blues und Jazz. Obwohl es dort mehrere Soli gibt, heißt es nicht, dass die Struktur mehrere Solo Parts besitzt. Wechseln sich Gesang und Instrumentalist ab, nennen wir den Part gewöhnlich nicht Solo. Bridge (B) / Middle 8 Um zu viele Wiederholungen der Strophe-Refrain-Struktur zu vermeiden, benutzen viele Songwriter*innen eine Bridge (im Englische auch Middle 8 &#8211; für acht Takte) im letzten Drittel des Songs. Hierbei handelt es sich um eine Melodie und Akkordfolge, die sich bewusst von Refrain und Strophe löst und dadurch Spannung erzeugt. Im Songtext geht es häufig um einen Wendepunkt der Geschichte. Pop Musik &#8211; insbesondere Balladen &#8211; nutzen die Bridge um die Tonart zu verändern (Modulation). Eine typische Bridge hört ihr in meinem Song &#8222;Going My Way&#8220;, dort wo &#8222;I wanna scream out&#8220; gesungen wird. Ihr erkennt sie sofort an der Änderung der Akkorde und Rhythmen. Post-Chorus (PostC) / Interlude Hierbei handelt es sich um eine einfache, äußerst eingängige Melodie, die nach dem Refrain gespielt wird. In der elektronischen Musik ist es oft ein Synthesizersolo das sich der Refrain Melodie anpasst, mittlerweile findet ihr dieses Konzept auch in anderen Genres. Häufig ist der Post-Chorus instrumental, aber es können auch mehrmals wiederholte Worte sein. Ein typisches Beispiel findet ihr in meinem Song &#8222;Where does it end?&#8220;, wo Synthesizer und Lead Gitarre eine Melodie aus dem Intro spielen. Der Part wird manchmal auch Interlude genannt, insbesondere wenn danach die nächste Strophe folgt. Pre-Chorus (PreC) / Mini Bridge Viele Pop Songwriter*innen verbinden Strophe und Refrain durch einen Pre-Chorus, die manchmal auch Mini Bridge genannt wird. Dieser Baustein hat 2-8 Takte und bietet gute Möglichkeiten um Tonart und Tempo zu ändern. &#8222;Don&#8217;t tell me if it hurts&#8220; hat einen sehr starken Pre-Chorus, der mit &#8222;Does your heart skip a beat…&#8220; beginnt. Hier sieht man auch den Zweck dieses Bestandteils: Man setzt ein Fragezeichen, das vom Refrain aufgelöst wird. Drop (D) / Breakdown Mit Breakdown ist eine Ruhephase (Anticlimax) gemeint, bevor der Song in einer vollkommen anderen Richtung weitergeht. Mein Song &#8222;The Awakening&#8220; hat eine sehr lange Pause, wo orchestrale Elemente in den Song fließen. Früher war dieser Begriff eher in der elektronischen Musik geläufig, doch nun findet man Drops und Break Downs auch im Metalcore oder Pop. Der Unterschied zwischen den beiden Begriffen ist lediglich ihre Länge und Intensität. Drops sind kürzer und sprunghafter. Übliche Schemata Verse Chorus in der Pop Musik Ich nenne mich Songwriter*in der Popmusik, weil ich mich überwiegend an diese Schemata und Strukturen halte. Die Kombination aus Strophe, Refrain und Solo ist den meisten Hörer*innen geläufig und einfach zusammenzusetzen. Nicht jeder Pop Song hat ein Intro und ein Outro, aber alle haben eine Strophe und einen Refrain. Hier einige Variationen: Das klassische Rondo Das Wort Rondo klingt schon fast wie rund und so ist es auch. In dieser mittelalterlichen Songstruktur, die übrigens auch in der klassischen und barocken Musik verwendet wird, tauchen mehrere Bestandteile häufiger auf. Die übliche Struktur sieht so aus: Wenn man A Chorus nennt und die anderen Teile Strophe, erhält man sogar eine Struktur, die in der modenen Musik auftaucht: Aus dem Schema brechen Pop Schemata sind einfach und für jeden verständlich. Auf Dauer können sie langweilig werden. Wenn es dir beim Songwriting nicht um charttaugliche Musik geht, kannst du mit den Strukturen experimentieren. Hier ein paar exotische Beispiele meiner Songs und Arrangements. Sleepless &#8211; Offenes Ende mit Solo Beginnen wir mit dem einfachsten Beispiel, wie man die Erwartungen von Hörern zerschmettern kann. &#8222;Sleepless&#8220; folgt einer üblichen Pop Struktur bis auf wenig Kleinigkeiten. (A) Es gibt einen Drop in den Storphen, (B) Der Refrain hört sich eher wie ein Pre-Chorus an und (C) Der Song endet mit einem Solo. Unsere Hörer warten auf einen Refrain, der nicht kommen wird. Und das ist pure Absicht, denn im Text geht es um Selbstmitleid und Schlaflosigkeit. Am Ende findet der Protagonist endlich zum Schlaf, deswegen ist das Ende ein erlösendes Solo. Das ist die Struktur:I &#8211; V &#8211; C &#8211; PostC &#8211; V &#8211; C &#8211; B &#8211; S &#8211; O Hero &#8211; Viele Tonartwechsel und ein zweigeteilter Refrain Obwohl wir uns auch bei &#8222;Hero&#8220; an eine Pop Struktur halten, gibt es Kleinigkeiten, die auch geübte Hörer*innen verwirren könnten, aber absichtlich passiert sind. Da die Strophe in F Dur geschrieben wurde, erwartet jeder einen Refrain in C-Dur. Statt dessen hüpfen wir zu D Dur, was sich komplett außerhalb der Tonart befindet und sind sofort beim modalen Songwriting gelandet. Der Refrain besteht zudem aus zwei Teilen. Ein weiterer interessanter Punkt ist, dass das Intro mit einem Akkord sehr kurz ist und das Outro die Strophe aufgreift. Da der Song so komplex ist, hält sich der Rest an die Regeln.I &#8211; V &#8211; C1 &#8211; C2 &#8211; V &#8211; C1 &#8211; C2 &#8211; B &#8211; S &#8211; C1 &#8211; C2 &#8211; O September &#8211; Zwei verschiedene Refrains &#8222;September&#8220; beschreibt eine Geschichte von Anfang bis Ende. Musikalisch besteht er zwar nur aus 4-5 Akkorden, aber wir haben viele Strophen und Refrains, die textlich nicht identisch sind. Das Herausstechende an diesem Song ist, dass es einen zweiten Chorus gibt (&#8222;I&#8217;m turning back, you twist my neck&#8220; etc.), der vor und nach der Bridge auftaucht. Das ergibt folgende Struktur:I &#8211; V1 &#8211; C1 &#8211; Interlude1 &#8211; V2 &#8211; Interlude2 &#8211; C1 &#8211; C2 &#8211; S &#8211; B &#8211; C1 &#8211; C2 &#8211; O Truth &#8211; Ein Song in Kapiteln Die mit Abstand seltsamste Struktur hat der Song &#8222;Truth&#8222;. Er hat nämlich keine Strophen, keinen Refrain, ABER wiederkehrende musikalische Themen. Wenn man genau hinhört, wird man das Klavierthema das Intros von mehreren Instrumenten an mehreren Stellen wiederfinden. Diese Einzelheiten sind nicht einfach zu finden, weil wir mehrmals die Taktart, das Tempo und die Tonart wechseln und die Melodie natürlich daran angepasst werden muss. Wir haben uns bewusst gegen einen Refrain entschieden, weil der Song eine Geschichte in Kapiteln erzählt. Die Struktur ist folgende:I1 &#8211; I2 &#8211; C1 &#8211; Interlude &#8211; V1 &#8211; Interlude2 &#8211; D1 &#8211; Interlude3 &#8211; V2 &#8211; V3 &#8211; S1 &#8211; S2 &#8211; D2 &#8211; S3 &#8211; V4 &#8211; D3 &#8211; C1 &#8211; S4 &#8211; Interlude2 &#8211; C2 &#8211; O Spiele herum mit der Struktur Wenn du gerade erst mit dem Songwriting angefangen hast, solltest du dich erstmal die Pop Schemata wagen. Doch wenn es dir zu langweilig wird, spricht nichts dagegen die Muster aufzubrechen. Es gibt keine Regeln in der Kunst, lediglich Empfehlungen. Im schlimmsten Fall sind die Zuhörer*innen verwirrt und schalten nach 30 Sekunden ab. Andere Ohren sind offen für exquisite Strukturen, wie sie im Progressive Rock vorkommen. Wenn das Werk gut aufgenommen und dokumentiert wurde, kann man die Struktur im Nachhinein immer noch ändern.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.nadinedemacedo.com/musik/song-strukturen-verstehen/">Song Strukturen verstehen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.nadinedemacedo.com">Nadine de Macedo</a>.</p>
]]></description>
		
					<wfw:commentRss>https://www.nadinedemacedo.com/musik/song-strukturen-verstehen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>KI in der Musikproduktion &#8211; Ein Statement.</title>
		<link>https://www.nadinedemacedo.com/allgemein/ki-in-der-musikproduktion-ein-statement/</link>
					<comments>https://www.nadinedemacedo.com/allgemein/ki-in-der-musikproduktion-ein-statement/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadine]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Feb 2024 17:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Musikproduktion]]></category>
		<category><![CDATA[Songwriting]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.nadinedemacedo.com/?p=4867</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es ist Zeit, über etwas Ernstes zu reden: Künstliche Intelligenz in Musik. Ich habe sehr lange darüber nachgedacht, zu welchem Ausmaß ich es nutzen würde, tolerieren oder ablehnen würde. Machine Learning Algorithmen in der Komposition und Musikproduktion werden uns in den nächsten Monaten und Jahren beschäftigen und es liegt an uns, wie wir damit umgehen. Wie ich künstliche Intelligenz in der Musik sehe Nach den ersten Gerichtsverfahren und Social Media Hypes, wird der Musikszene klar, dass sie sich auch mit dem Thema künstliche Intelligenz und Machine Learning beschäftigen muss. Ich bin mir sicher, dass der technologische Fortschritt solch eine erschütternde Auswirkung haben wird, der vergleichbar ist mit DAW Software, die 4-Track Kassetten für immer abgelöst hat. Junge Produzent*innen werden die Chance ergreifen, mit der Stimme ihrer Träume zu arbeiten, neue Beats zu generieren oder kreative Blockaden mit generiertem Content meistern. Auf der anderen Seite haben wir bekannte Künstler*innen, die um Verwertungsrechte kämpfen und Angst davor haben, dass ihre Werke im falschen Licht erscheinen. Ich verstehe beide Ansichten und habe mir daher gut überlegt, wo ich meine Grenze ziehe. Wo ist künstliche Intelligenz eine potenzielle Gefahr &#8211; Und wo ein Potenzial? Ich könnte profitieren von: Ich bin gegen: Ein klares Statement Jedes Musikstück, das ihr auf meinem Social Media Kanälen hören werdet, wurde von Menschen gespielt, aufgezeichnet, bearbeitet, programmiert und gemischt. Ich werde die ein oder andere Software für Sounddesign und Programming nutzen, als auch Tools zur Mixinganalyse, aber ich werde keinen Content mit künstlicher Intelligenz erstellen. Da ich mich vorwiegend als Komponistin sehe, nutze ich keine kompletten Songteile, Akkordfolgen oder markante Melodien aus der Konserve (Sampling) &#8211; ähnliches gilt für die bewusste Generierung dieser Inhalte durch künstliche Intelligenz. Ich habe kein Problem mit kleineren Fehlern, Patzern und unperfekten Stellen, denn mein Grund Musik zu machen ist sich mit anderen Künstler*innen zusammenzutun, Kreativität auszutauschen und kleinere Künstler*innen zu unterstützen. Deswegen werden von Menschen eingespielte Spuren *immer* Vorang haben. Es fühlt sich für mich falsch an, Personen zu unterstützen, die künstliche Intelligenz zur Generierung von kreativen Inhalten verwenden und es als ihre eigene Arbeit deklarieren. Natürlich steckt in der Generierung der Prompts und Optimieren der Parameter Fleiß und Wissen, aber es kann nicht mit der Kreativität und Handwerk konventioneller Kunst gleichgesetzt werden. Ich freue mich, dass diese Personen einen Weg gefunden haben, sich auszudrücken, aber ich werde keine Kommentare, Reposts oder Käufe tätigen. Für mich ist es selbstverständlich alle Quellen und Beteiligte zu nennen und dazu gehört nun mal auch KI. Dann kann jeder für sich selbst entscheiden, inwiefern er oder sie das unterstützt. Warum ist KI eine Bedrohung und Chance für Musik? Technisches Wissen wird obsolet Ich habe zwanzig Jahre meines Lebens damit verbracht, mir das Komponieren, Analysieren, Arrangieren, Strukturieren und Mischen beizubringen. Ich besitze viel Wissen über Instrumente, Spieltechniken, Gesangstechniken, Frequenzräume und kenne durch mein Studium die ganze Mathematik und Physik hinter all den Knöpfen eurer Kompressoren, Spektrometer und Hallgeräte. All dieses Wissen wird obsolet, wenn Algorithmen Melodien generieren und über die Dynamik und Instrumentierung entscheiden. Wieso sollte man all das lernen, wenn man einen Algorithmus trainieren kann, ein AC/DC Gitarrenriff zu komponieren, durchschnittliche Gesangsaufnahmen zu Freddie Mercury zu verwandeln und wie Steve Albini zu mischen? Wir stehen auf den Schultern von Giganten und nutzen dieses Wissen statt zu verstehen, WARUM es so wertvoll ist. Natürlich geht noch nicht alles auf Knopfdruck, aber es ist eine Frage der Zeit. Ich habe ein Problem mit dieser Einstellung! Ihr könnt damit argumentieren, dass virtuelle Instrumente, Step Sequenzer, Presets, Reimwörterbücher, Samples und Funktionstheorie dasselbe tun &#8211; aber ich sehe all das als Low Level Tools an. Sie helfen einen zu lernen und zu wachsen, und man hat trotzdem die Freiheit neue Dinge auszuprobieren, wenn wir das Grundwissen besitzen. Beispielsweise kann man kein realistisches Schlagzeug programmieren, wenn man nie vor einem echten Schlagzeug saß oder sich monatelang Videos von Schlagzeuger*innen ansehen hat. Wenn ich mir MIDIs oder Samples kaufe, komme ich zwar zum Ziel, überspringe jedoch den Lernprozess und damit auch die Wertschätzung gegenüber denen, die Schlagzeug gelernt haben. Fehlende Transparenz und Nachvollziehbarkeit Die Machine Learning Algorithmen, die ready-to-use Content oder Deep Fakes erstellen, benötigen keinerlei Wissen über Physik, Musiktheorie und Instrumente. Sie können uns aber auch nicht sagen, wie sie zu diesem Resultat gekommen sind. Es sind schwarze Kisten, die nichts anderes tun als Wahrscheinlichkeitsrechnung in multidimentionalen mathematischen Räumen. Bloß, dass wir die Trainingsdaten oftmals nicht kennen und auch keine Ahnung haben, welche Parameter wofür stehen. Hinzu kommt, dass Machine Learning Algorithmen einen Bias haben können. Das heißt, sie arbeiten nicht vorurteilsfrei und können eine Präferenz für bestimmte Ergebnisse haben. Wir Musiker*innen werden eine schwere Zeit vor uns haben, wenn KI Algorithmen in der Lage sind, große Teile von Songs oder komplette Spuren zu generieren. Der Markt wird voller Fakes, Bootlegs und Interpolationen sein. Wie würdest du dich fühlen, wenn du einen Song hörst, der sich genauso wie deine Musik anhört, obwohl du ihn nie geschrieben und gespielt hast? Wie würdest du dich fühlen, wenn jemand anderes das Tantiemen für die Verwendung deiner Stimme erhält? Ich habe ein ethisches Problem damit &#8211; Insbesondere wenn es keine Zustimmung vorliegt oder der Inhaber bereits gestorben ist. Es gibt nämlich kein Copyright auf Stimmfarben und Stile. Die Gerichte werden sich immer häufiger mit diesem Thema beschäftigen müssen. Es geht hier um viel mehr als Tribute Bands und Coverversionen. Musik wird austauschbar Musik wird sich schneller wandeln als bisher. Sie wird austauschbar, beliebig und damit an Wert verlieren. Gut ausgebildete Musiker*innen werden Artefakte erkennen können, aber die Algorithmen werden besser und den Markt fluten. Bald werden wir viele top abgemischte, durchschnittlich geschriebene Songs hören. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis jeder mit dem Smartphone 2 Minuten Stücke im Stil von wem auch immer erstellen kann. Manche werden es lieben sich kinderleicht kreativ austoben zu können, andere werden lieber ein Livekonzert ansehen, um die Menschen dahinter zu unterstützen. Meine Sorge gilt vor allem den Heimproduzent*innen und Songwriter*innen, die ihr Handwerk viele Jahre gelernt haben, nicht live auftreten und gegen eine Masse ankämpfen müssen. Optimierte Workflows und Soundqualität Ich bin nicht gegen künstliche Intelligenz, ich mache lediglich eine Unterscheidung zwischen generierenden und analysierenden Anwendungen. Neue Amp Simulationen und Synthesizer werden das Klangerlebnis steigern. Wie wäre es denn damit nur ein Effektpedal zu nutzen statt Dutzende? Eine zehn Jahre alte Probeaufnahme brauchbar zu machen? Probleme im Mix zu finden, wenn die Ohren nachlassen? Das ist nur eine Handvoll der Anwendungen, wo ich künstliche Intelligenz als Chance wahrnehme. Auswirkungen auf Cover und Musikvideos Immer häufiger werden wir uns daran gewöhnen müssen, dass Künstler*innen mangels Budget ihre Cover, Visualisierungen und Musikvideos von KI generieren lassen. Ich kann verstehen, wieso man sich dieser Tools bedient, möchte aber hier auch darauf hinweisen, dass für das Training oft Daten benutzt wurden, die nicht von den Künstler*innen genehmigt wurden. Aus ethischen Gründen möchte ich die Nutzung dieser Tools vermeiden bis komplett einstellen. Ich zeichne und gestalte selbst gerne und möchte Fotographen und Illustratoren fördern. Für etablierte Bands habe ich *keinerlei* Verständnis, da sie sich auch in Vergangenheit Graphiker*innen buchen konnten. Dadurch entfällt eine weitere Einnahmequelle kleiner und mittelgroßer Freelancer. Zusammengefasst Wie ihr klar an der Länge dieses Artikels erkennen könnt, ist Künstliche Intelligenz in der Musik ein Thema, das mich sowohl als Komponistin, Produzentin, Künstlerin wie auch Wissenschaftlerin berührt. Die Revolution kann nicht mehr aufgehalten werden, aber wir müssen über Regulierung und Kennzeichnung sprechen, bevor der Musikmarkt geflutet wird. Ich befürworte eine transparente, vertrauenswürdige und gerechte Nutzung. Ich persönlich unterstütze keine generierten Inhalte, aber ich befürworte Weiterentwicklung von Effektgeräten und Analysetools.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.nadinedemacedo.com/allgemein/ki-in-der-musikproduktion-ein-statement/">KI in der Musikproduktion &#8211; Ein Statement.</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.nadinedemacedo.com">Nadine de Macedo</a>.</p>
]]></description>
		
					<wfw:commentRss>https://www.nadinedemacedo.com/allgemein/ki-in-der-musikproduktion-ein-statement/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie man Dinge erledigt und kreative Schulden loswird</title>
		<link>https://www.nadinedemacedo.com/musik/wie-man-dinge-erledigt-und-kreative-schulden-loswird/</link>
					<comments>https://www.nadinedemacedo.com/musik/wie-man-dinge-erledigt-und-kreative-schulden-loswird/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadine]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jan 2024 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Songwriting]]></category>
		<category><![CDATA[Tutorial]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.nadinedemacedo.com/?p=5137</guid>

					<description><![CDATA[<p>Viele Leute fragen mich, wie ich so viele Kollaborationen und Projekte gleichzeitig handhaben und erfolgreich abschließen kann. Es gibt leider keine einfache Antwort, aber habe ein paar Tipps und Tricks gesammelt, wie ich wiederkehrende Probleme löse und produktiv bleibe. Kreative Schulden Technische Schulden passieren, wenn man eine Lösung schnell und einfach umsetzt ohne über die langfristigen Konsequenzen nachzudenken. Es ist ein Begriff aus der Softwareentwicklung, der den großen Berg an Arbeit beschreibt, der entsteht, wenn man ein Problem beheben möchte, das aus einer lang gefällten Entscheidung entstanden ist. Dieses Konzept lässt sich auf viele Bereiche erweitern, wie auch der kreativen Arbeit. Kreative Schulden entstehen, wenn neue Arbeit angefangen wird, bevor die Altlasten abgeschlossen oder abgebrochen wurden. Damit diese gar nicht erst entstehen, wäre es besser (a) ein gutes Konzept zu haben (b) das Konzept zu prüfen, (c) laufende Projekte im Auge zu behalten und (d) alles gut zu dokumentieren. Kreativität kann sich gerne frei entfalten, doch wenn man Projekte abschließen möchte, sollte man einige Regeln befolgen. Größte Herausforderungen und Ablenkungen Schau, dort ist ein Eichhörnchen Die Versuchung ein spontanes Gitarrenriff sofort in einen neuen Song zu wandeln ist sehr groß. Wenn es dir nicht auf Anhieb gelingt, deine Idee herunterzuschreiben, wirst du sie nächste Woche vergessen. Allerdings fehlt dir die Zeit es jetzt zu tun, also blebit es bei einem Gitarrenriff oder einem Loop. Nach einigen Monaten kommen dutzende solcher Schnippsel zu Stande, aber noch lange kein Song. Wenn du dir die alten Entwürfe ansiehst, wirst du nicht mehr in der Lage sein, dich in das Gefühl oder den Gedanken zu versetzen, der zu dieser Idee geführt hat. Du wirst eine halbe Stunde klimpern und keine passende Strophe zu einem bestehenden Refrain finden. Wenn du mehrere Loops in einen Song verbaust wird es nach Stückwerk klingen. Es geht nicht voran. Das Schlimmste daran ist, dass du dich nicht von deinen 8-Takt-Loops und Gitarrenriffs trennen kannst, weil in jedem ein potentieller Hit steckt. Wühle in deinen Archiven. Wie viele dieser 8-Takt-Loops hast du zu einem fertigen Song ergänzt? Wahrscheinlich wäre es besser, eine sehr schlecht gespielte Demo des ganzen Songs aufzunehmen als er noch präsent war. Vergiss dabei nicht, Akkorde, Tabs oder Text aufzuschreiben. Wenn du den Song irgendwann richtig aufnehmen möchtest, wird es dir viel leichter fallen, ihn zu lernen und dich in dieses Gefühl oder dieses Thema hinein zu versetzen. Vernachlässigung deiner Bedürfnisse Viele Kreative sind top motiviert und inspiriert, wenn sie eine Kollaboration eingehen. Bei so viel toller Musik würde am liebsten zu allem und jedem zusagen. Meistens können ein, zwei Songs konzentriert und moviert aufgenommen werden. Wenn man sich die Nacht um die Ohren schlägt, kann man die ein oder andere Skizze aufnehmen, doch die Inspiration ist irgendwann dahin. Am Ende fühlt man sich schuldig, so viele Versprechen eingegangen zu sein, die man nicht einhalten kann. Drei Monate nach der Zusage wegzutreten fühlt sich falsch an. Also verschiebt man den Song, bis man mehr Zeit oder eine Idee hat. Nach einigen Wochen oder Monaten werden die anderen Beteiligten unruhig, weil sie immer noch auf deinen Part warten. Sei ehrlich. Gib zu, dass du dich übernommen und verzettelt hast. Entscheide ob du (a) zurücktrittst und Brücken verbrennst oder (b) das Versprechen mit massiver Verspätung einhältst. Gehe auf gar keinen Fall neue Projekte ein, bis du deinen Stapel aufgeräumt hast! Auf langer Sicht sollte man lernen, seine Kapazität besser einzuteilen und herausfinden, warum man mit jemandem zusammenarbeiten möchte. Sage &#8222;nein&#8220;, wenn du zu viel zu tun hast. Breche im Notfall ab, bevor irgendetwas für dich aufgenommen, angepasst oder geschrieben wurde. Das ist immer noch besser als ein Projekt jahrelang vor sich her zu schieben, weil deine Mitmusiker*innen die Rolle neu besetzen können, ohne den Song komplett neu aufzunehmen. Zu viele Projekte horten Nicht jede Person eignet sich für&#8217;s Multitasking. Ich mache das schon seit Jahren, weil ich nicht an einer traurigen Ballade arbeiten kann, wenn ich wütend bin. Also habe ich mindestens zwei, häufig sogar fünf komplett unterschiedliche Projekte gleichzeitig. Da ich von den Aufnahmen anderer abhängig bin, nutze ich die Wartezeit, um an anderen Projekten zu arbeiten oder Social Media Posts vorzubereiten. Multitasking ist in Ordnung, solange du die Stände der unterschiedlichen Songs gut dokumentieren kannst und genug Selbstdisziplin besitzt, etwas durchzuziehen auch wenn dir aktuell nicht danach ist eine Ballade zu mastern. Multitasking kann jedoch auch als Ausrede dienen, möglichst beschäftigt zu wirken oder zu prokrastinieren. Manche Personen haben Angst davor, Werke abzuschließen, abzubrechen oder zuzugeben, dass sie festhängen und Hilfe benötigen. Zu viele Projekte gleichzeitig kann auch zur Entscheidungsparalyse führen. Welchen Song mache ich als nächstes? Was fehlte diesem Song nochmal? Solltest du bemerken, dass du ständig zwischen den Songs wechselst ohne einen abzuschließen, hast du dein Kapazitätslimit erreicht oder steckst in einem kreativen Tief. Dazu mehr unten. Ich habe eine riesige Liste in einer Tabellenkalkulation, wo ALLE laufenden Projekte mit Status und To Do&#8217;s gekennzeichnet sind. So weiß ich jederzeit, bei wem der Song liegt und was an dem Song noch zu tun ist. Wenn du eine eher chaotische und spontane Person bist, wird dir keine Liste helfen. Setze dir stattdessen eine maximale Anzahl paralleler Projekte, arbeite diese schnellstmöglich ab und lerne &#8222;Nein&#8220; zu sagen. Die Perfektionismus Falle Wenn ich mit anderen Songwriter*innen rede, höre ich häufig &#8222;Ich kann diesen Song nicht abschließen. Da muss ein Solo rein, aber es ist nicht gut genug.&#8220; Es ist in Ordnung festzustecken. Doch manchmal müssen wir Entscheidungen treffen, um Projekte zu beenden. Sollen wir das bestmögliche Solo (und damit auch eine Verzögerung von Monaten und Jahren) oder ein durchschnittliches Solo (um den Song einfach mal abzuschließen) anstreben? Selbst wenn du dich für das bestmögliche Solo entscheidest, bedeutet das nicht, dass DU es spielen musst. Wenn du zu lange auf Inspiration wartest, könntest du jemanden fragen, ob er oder sie einspringt. Vielleicht kommt dabei etwas zu Stande mit dem du nie gerechnet hättest. Viele Hörer*innen wird es nicht kümmern, ob das Solo nun von einer Orgel oder einer Gitarre gespielt wird, solange es in den Song passt. Dir kann niemand in den Kopf sehen und die ursprüngliche Idee hören. Den kritischen Pfad ignorieren Ich sehe Songs als Projekte. Meine Rolle als Songwriterin, Arrangeurin und Produzentin ist daher sehr nah verwandt mit Projektmanagement. Ich habe ein klares ZIel (einen neuen Song veröffentlichen), eine Deadline (Veröffentlichungsdatum), eine Produktvision (zum Beispiel einen Hard Rock Song über einen Trip auf der Route 66) und ein Team (Bandmitglieder). Ich kann es in Meilensteine (Skizze, Recording, Mixing) definieren und Unteraufgaben (Gitarren aufnehmen) zerlegen, die ich unterschiedlichen Leuten zuordnen kann. Wenn du tief im Projektmanagement steckst, wirst du den Begriff &#8222;kritischen Pfad&#8220; kennen. Darunter versteht man die längste Kette zusammenhängender Aufgaben, die ohne die vorherige nicht abgeschlossen werden kann. Dies kann große Auswirkungen auf Dauer und Erfolg des Projektes haben. Der kritische Pfad zeigt dir, dass du nicht alles parallelisieren kannst. So ist es auch im Songwriting &#8211; Es ist sinnlos den Gesang zeitgleich zum Instrumental aufzunehmen. Der Sänger wird sich niemals in den Groove einfinden, wenn er den Song nicht kennt. Wahrscheinlich kollidiert er im Blindflug mit der Lead Gitarristin, sodass einer von den beiden neu aufnehmen muss. Schon ist der Stress vorprogrammiert. Vermeide das Chaos, indem du den kritischen Pfad identifizierst und alle Beteiligten dazu zwingst, sich daran zu halten. Personen, die das nicht einsehen, sind vielleicht nicht dafür geeignet in einem komplexen Projekt mit zahlreichen Abhängigkeiten zu arbeiten. Du kannst weiterhin Spaß in einer Jam Session haben oder zu Zweit aufnehmen, aber größere Verkettungen wie bei virtuellen Bands oder musikalischen Kettenbriefen sind nicht möglich, wenn sich deine Leute nicht an Regeln halten. Irgendwann wirst du an den Punkt kommen schwere Entscheidungen zu treffen, wie: abbrechen, neu besetzen oder verschieben. Das macht niemanden glücklich. Der Tank ist leer Keine Ideen mehr? Zu viele Projekte gleichzeitig? Manchmal ist es besser keine neuen Projekte anzunehmen, um Dinge zuende zu machen. Es ist nichts Schlimmes daran eine kreative Pause einzulegen, wenn du es allen Beteiligten kommunizierst. Du musst nicht 24/7 erreichbar sein und 365 Songs in einem Jahr schreiben. Wer so viel schreibt, riskiert sogar noch größere kreative Schulden anzuhäufen. Gönn dir eine Pause und entscheide, welche Songs es wirklich wert sind, aufgenommen und abgeschlossen zu werden. Gibt es manche, die du selbst aufnehmen kannst? Manche, wo du Freunde fragen könntest? Sollen manche abgebrochen oder archiviert werden? Beginne keine neuen Projekte, solange du auf einem Berg von unfertigen Songs sitzt. Sonst werden deine kreativen Schulden größer und größer. Es wird dir auch nicht helfen, dich zu erholen. Wie werde ich meine kreativen Schulden los?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.nadinedemacedo.com/musik/wie-man-dinge-erledigt-und-kreative-schulden-loswird/">Wie man Dinge erledigt und kreative Schulden loswird</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.nadinedemacedo.com">Nadine de Macedo</a>.</p>
]]></description>
		
					<wfw:commentRss>https://www.nadinedemacedo.com/musik/wie-man-dinge-erledigt-und-kreative-schulden-loswird/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Meine Rolle in der Musik</title>
		<link>https://www.nadinedemacedo.com/musik/meine-rolle-in-der-musik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadine]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 May 2023 14:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Arrangement]]></category>
		<category><![CDATA[Fakten]]></category>
		<category><![CDATA[Komposition]]></category>
		<category><![CDATA[Songwriting]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.nadinedemacedo.com/?p=4649</guid>

					<description><![CDATA[<p>In den letzten Monaten habe ich viele Anfragen von talentierten Musiker*innen aus der ganzen Welt erhalten. Viele Anfragen führen zu wunderbaren musikalischen Zusammenarbeiten, doch manchmal muss ich sie ablehnen, weil es manchen Personen nicht klar ist, welche Rolle ich in der Musik habe. So beschloss ich einen Post zu veröffentlichen, um zu klären, was ich tue und was nicht. Alle meine Songs führen eine äußerst ausführliche Liste an Credits. Ihr werdet mich dort überwiegend als Komponistin, Arrangeurin und Produzentin finden. Ich schreibe Songs für volle Bandbesetzungen und suche nach Sänger*innen und Instrumentalist*innen, die sie aufnehmen. Alle Songs beginnen als rohe Demo mit programmierten Instrumenten und werden an die jeweilige Band und Umfänge angepasst. Manchmal lasse ich einzelne Bestandteile bewusst heraus, sodass sich auch Platz für ein eigenes Solo oder einen eigenen Text finde. Außerdem schreibe ich mit anderen Songwriter*innen und Komponist*innen gemeinsam an Songs, wo wir uns in unterschiedlichen Parts oder Instrumenten austoben. Das biete ich an Das werde ich nicht tun Hoffentlich hat mein Blogpost für Klarheit gesorgt. Kurz zusammengefasst mache ich Komposition, Arrangement, Produktion, Texte &#8211; manchmal spiele ich auch das ein oder andere Instrument.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.nadinedemacedo.com/musik/meine-rolle-in-der-musik/">Meine Rolle in der Musik</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.nadinedemacedo.com">Nadine de Macedo</a>.</p>
]]></description>
		
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Songwriting in verschiedenen Musikstilen</title>
		<link>https://www.nadinedemacedo.com/musik/songwriting-in-unterschiedlichen-musikrichtungen/</link>
					<comments>https://www.nadinedemacedo.com/musik/songwriting-in-unterschiedlichen-musikrichtungen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadine]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Dec 2022 19:16:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Arrangement]]></category>
		<category><![CDATA[Musikproduktion]]></category>
		<category><![CDATA[Songwriting]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.nadinedemacedo.com/?p=2801</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie sehr unterscheiden sich Songwriting und Produktion von elektronischer Musik und handgemachter Musik? Es gibt mittlerweile so viele verschiedene Musikgenres, dass eine pauschale Aussage unmöglich ist. Daher beschränke ich diesen Post auf meine Erfahrungen im Bereich Pop, Rock, Metal und EDM. Lest hier, was mir als Songwriterin durch den Kopf ging, als ich mich von der elektronischen Musik in die handgemachte Musik stürzte. Das Problem mit den Musikgenres Man schätzt, dass es über 1000 Musikrichtungen gibt. Jede einzelne besticht durch eine Instrumentierung, Arrangement, Gefühl, Tempo oder Harmonie. Vor nicht allzu langer Zeit konnte man leicht Songs in Schubladen stecken. Elektrische Gitarren waren ein klares Zeichen für Rockmusik, wie Synthesizer für elektronische Musik. Der Blues bestand aus einem 12-Takt Schema, während Popmusik zu einem Synonym für Radiomusik wurde. Diese Tage sind vorüber. Fast jedes Lied ist eine wilde Mischung aus unterschiedlichen Musikrichtungen, sodass es fast unmöglich ist, die Stile korrekt zuzuordnen. Trotzdem ordnen wir Songs Musikstilen zu, um der Zielgruppe zu erklären, was sie grob erwartet. Mein musikalischer Hintergrund Schon als Kind habe ich Popsongs zu schreiben. Da ich nur Klavier spielen konnte, war es für mich unmöglich ein Arrangement für eine komplette Band zu schreiben. Auf der ständigen Suche nach Gitarrist*innen und Sänger*innen zögerte sich mein Ziel, Popmusik zu produzieren, immer mehr heraus. Also begann ich mit der elektronischen Tanzmusik, kurz EDM. Viele Jahre lang habe ich gelernt, wie man Synthesizer bedient, Schlagzeug programmiert, Automationen setzt, mischt oder mastert. Als ich 16 war, gründete ich meine Internetband The Verge. Sie war die Eintrittskarte in den Alternative Rock und Punk Rock. Mittlerweile habe ich mich als Songwriterin in 40 unterschiedlichen Musikrichtungen zwischen Pop, Rock, Elektro, Metal, Ambient und Blues ausgetobt. Wenn mich jemand fragt, was ich für Musik schreibe, würde ich wahrscheinlich &#8222;alles, was ich mag&#8220; antworten. Ich beschränke mich nicht auf Genre, Themen, Sounds oder Modeerscheinungen. Wahrscheinlich würde ich mich als Indie-Songwriterin bezeichnen, weil ich mich im Großen und Ganzen an die Strukturen der Popmusik halte, aber keinen massenkompatiblen Sound verfolge. Harmonie Es gibt viele Songwritingtechniken, mit denen man interessante Songs schreiben kann. Musiktheorie ist ein gutes Hilfsmittel für Songwriter, doch es ist nicht die einzige Möglichkeit. Viele Songs entstehen auch während Jam Sessions. Normalerweise habe ich gut 80&#160;% des Songs im Kopf, bevor ich eine Skizze schreibe. Allerdings kann ich nach so vielen Projekten mit verschiedensten Musikern in verschiedensten Genres auch behaupten, dass die Wahl der Instrumente einen großen Einfluss auf die Harmonien ausübt. Die Bedeutung von Instrumenten im Songwriting Mein bevorzugtes Instrument für Songwriting und Komposition ist das Klavier. Auch wenn C-Dur und G-Dur die einfachsten Tonarten für Tasteninstrumente sind, habe ich erstaunlich wenige meiner Songs in diesen Tonarten geschrieben. Der positive Klang gefällt mir einfach nicht. Eigentlich lässt sich fast jede Tonart auf dem Klavier gut spielen, solange man Doppelkreuze und große Intervallsprünge vermeidet. Fis-Dur, Gis-Moll, vereinzelte Blues-Skalen und Akkorde mit mehr als 4 Tönen finde ich schwierig zu greifen &#8211; manch geübter Jazzpianist dürfte darüber lachen. Ich mag es nicht, Songs auf dem Klavier zu transponieren, weil man alle Akkorde neu schreiben und lernen muss. Wer keinen Wert darauf legt, dass alles echt eingespielt ist, setzt auf digitale Kompositionstools, die das mit einem Klick erledigen. Alles, was maximal zehn Finger benötigt und sich innerhalb von zwei, drei Oktaven bewegt, ist auf dem Klavier angenehm zu spielen. Wer ausgezeichnet gut Klavier spielen kann, bewegt sich in rasender Geschwindigkeit über alle Oktaven und sämtliche Tonarten. Gitarre spielen eröffnete mir die Welt der Sext- und Septakkorde. Im Vergleich zum Klavier klingen sie voller und sind häufig einfacher zu spielen. Wer aus dem Punk Rock oder Metal kommt bevorzugt Powerchords, die nur aus Grundton und Quinte bestehen. Mit den richtigen Effekten klingen diese Akkorde auf der E-Gitarre toll. Auf dem Klavier funktionieren diese Akkorde für mich nicht, aber ich kenne einige, die sie nutzen. Während ich andere Songs coverte, fiel mir eine überdurchschnittliche Häufung der Tonarten e-Moll, a-Moll und D-Dur auf, da diese auf der Gitarre leicht zu spielen sind. Mit dem neuen Instrument wurde mir bewusst, dass man für das Melodiespiel nur 4 Finger zur Verfügung haben (ausgenommen zweihändiges Tapping und Personen, die mit der Daumentechnik die Basssaite spielen). Manch Melodie, die auf dem Klavier einfach ist, bringt eine Gitarrist*in zum Schwitzen, da die Fingersätze sehr ungünstig liegen. Dasselbe dürfte auf den Bass zutreffen, weil die Spielweise und Stimmung ähnlich ist. Ich beneide Gitarristen um ihren Capodaster, ein HIlfsmittel, das die Saitenlänge verkürzt, also nach oben transponiert. Dadurch kann man Akkorde in einer anderen Tonart greifen, als sie erklingen. Was würde ich dafür geben, so ein Tool für ein Klavier zu besitzen! Blechblas- und Holzblasinstrumente haben einen sehr beschränkten Tonumfang, der auch von dem*der Spieler*in abhängt. Die Songs müssen für diese Tonarten optimiert werden, weil sie sonst nicht spielbar sind. Oder man muss Instrumente unterschiedlicher Stimmung oder Lage einsetzen. Wenn wir schon beim Thema Stimmung sind, möchte ich darauf hinweisen, dass Violinen, Mandolinen und Ukulelen nicht dieselbe Stimmung wie Gitarren haben, obwohl es auch Saiteninstrumente sind. Manchmal ist die Auswahl der Tonart und Harmonie auch durch technische Randbedingungen beschränkt. Epische Orchestermusik wird am Rechner auch mal mit 16 gleichzeitig erklingenden Tönen komponiert, was nicht auf Dance Syntheisizern funktioniert. Außerdem ist nicht jede Umkehrung auf jedem echten Instrument spielbar. Songtexte Songtexten sind keine Grenzen gesetzt, aber vereinzelte Genre habe ihre Vorlieben. So wird man niemals einen Dance Song finden, der sich mit dem Genuss von Essen beschäftigt. In diesem Genre stehen Beziehungen, Party, Trauer, Hoffnungslosigkeit, Naturverbundenheit oder Gefühle ganz oben auf der Liste. Im Singer-Songwriter und Country hört man meistens Texte über Lebensabschnitte, Alltagsleben oder der Stadt, in der man aufgewachsen ist. Auch diese Themen sind im Pop und Rock zu finden, wenn seltener. Punk Rock Songtexte sind häufig ironisch oder politisch, was sich gut durch die Historie des Genres erklären lässt. Wenn man Zweifel hat, worüber man schreiben soll, ist Liebe ein Thema, das in jedem Genre funktioniert. Abgesehen von den Themen, fiel mir auf, dass sich Reimschemata und Metriken von Genre zu Genre unterscheiden können. In meinen frühen Tagen habe ich viel mit Dreizeilern und Fünfzeilern gearbeitet, was in vielen handgemachten Genres nicht funktioniert. Je eher man ich im Punk oder Grunge bewegt, desto direkter und kürzer können die Texte ausfallen. Häufig gibt der Rhythmus im wahrsten Sinne des Wortes den Ton an. Ich fand heraus, dass Raps verflucht schwierig zu schreiben sind, weil man hier ganz besonders auf die Reimschemata und Metriken aufpassen muss. Doppelreime und Dreifachreime sind nichts Außergewöhnliches. Popmusik ist irgendwo dazwischen. Man kann theoretisch über alles schreiben, wenn man die richtigen Gefühle hat und die Reime nicht zu offensichtlich klingen. Arrangement Wenn ihr mich fragt, liegt der größte Unterschied zwischen den Genres im Arrangement. Das hat nicht nur mit der richtigen Wahl der Instrumente zu tun, sondern auch mit der Struktur. Heutzutage scheinen Höhepunkt und Drop die zwei wichtigsten Elemente eines Songs zu sein. Richtig eingesetzt führen sie dazu, dass man den Song bis zum Ende hören möchte. Layering und Komplexität Layering ist eine bewusst eingesetzte Technik, um Instrumente breiter und durchsetzungsstärker scheinen zu lassen. In der elektronischen Musik wird dies überwiegend auf Bass und Synthesizer angewendet. Exakt dieselben Melodien werden von mehreren Synthesizern gespielt. Die melodische Komplexität hat stark nachgelassen, während Sounddesign stark im Kommen ist. Als ich mich zunehmend der Pop- und Rockmusik gewandt habe, bestanden meine Arrangements aus 12-20 Spuren. Grob um den Daumen gepeilt, wurde jedes Instrument doppelt aufgenommen. Für eine typische 5-Personen-Band werden heutzutage 40-100 Spuren aufgenommen. Ein Drittel davon sind nur Gesangsaufnahmen, mindestens 10 Spuren nur Schlagzeug. Was mich mit Abstand am meisten erstaunt hat, ist die Anzahl an Spuren, die man im späteren Mix kaum wahrnimmt. Diese Praktiken kenne ich bislang nur aus der elektronischen Musik &#8211; Wie kamen sie in die Rockmusik? Songaufbau Auch die Struktur von Songs hat sich in den letzten Jahrzehnten enorm verändert. Ich erinnere mich noch an die Zeit in der Dance in einer VCVC (verse, chorus, verse, chorus) Struktur geschrieben wurde. Heute wäre es eher VVDCC, da der Drop (hier als D gekennzeichnet) eine zentrale Rolle spielt. Wenn man die progressive Musik außer Acht lässt, waren Songlängen von 6:30 &#8211; 11:00 normal, während heute 2:00 bis 2:30 gespielt werden. Immer häufiger findet der Wendepunkt (Bridge) weg, sodass sich elektronische Musik zunehmend auf einen guten Drop und eine ausdrucksstarke Melodie (Hookline) fokussiert. Doch auch in der Pop- und Rockmusik hat sich die Songlänge verkürzt. Da ich in den späten 90ern und 00ern aufgewachsen bin, bin ich eine Länge von 4:30 gewöhnt. Heutzutage höre ich 3:00 &#8211; 3:40. Innerhalb dieser Länge findet man VCVCBC (verse, chorus, verse, chorus, bridge, chorus) oder CVCVBCC (chorus, verse, chorus, verse, bridge, chorus, chorus) Strukturen. Die kürzere Songlänge führt auch hier dazu, dass die Bridge zunehmend an Bedeutung verliert. Lustigerweise mogelt sich ein sogenannter Pop Drop in die heutige Popmusik hinein. Es ist eine verkürzte Variante von dem, was in der elektronischen Musik einen kompletten Richtungswechsel andeutet. Wer sich von unterschiedlichen Musikrichtungen inspirieren lässt, wird neue Strukturen kennenlernen und annehmen. Sounddesign Fast jeder EDM Produzent redet über Sounddesign. Neue Klänge mit neuen Synthesizern zu erschaffen und ganz viele Spuren übereinander zu legen ist zu einem Sport in dieser Szene geworden. Wer einen neuen Sound erfunden hat, wird kopiert. Umso interessanter ist, dass sich nun auch die Popmusik intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Elektronische und moderne Rock-Produktionen, in denen Synthesizer eine verstärkte Rolle spielen, kommen kaum noch ohne Sounddesign aus. Ich wurde hellhörig, als ich ausgerechnet von Gitarristen der Rock- und Metalmusik das Wort Sounddesign hörte. Die Effektkette auf elektrischen Gitarren kann beliebig kompliziert werden. Es geht nicht mehr um Verstärker und Verzerrung. EQs, Kompression, Delay, Flanger, ja, auch ein Bitcrusher können komplett neue Komponenten in den Gitarrensound bringen. Bislang kannte ich diese Geräte nur aus der elektronischen Musik. Synthetische Musik und handgemachte Musik verschmelzen zunehmend. Zumindest im Thema Sounddesign scheint man aus beiden Welten das Beste mitgenommen zu haben. Mixing Ich habe Mix und Master anhand elektronischer Musik gelernt. Als ich in die Rockmusik gewechselt bin, hätte ich NIEMALS erwartet, dass mein Ergebnis so viel anders klingt als das von Engineers, die im Rock aufgewachsen sind. Musiker handgemachter Musik legen viel mehr Wert auf die Aufnahmequalität. In der analogen Welt gibt es sogar Unterschiede, mit welchen EQs und Verstärkern man arbeitet. Doch auch hier zieht die digitale Welt nach. Der größte Unterschied zwischen den Genres ist mir aufgefallen, als es um Raumeffekte ging. Es scheint, als würden Produzenten elektronischer Musik eher Sounddesign betreiben als die physikalischen Hintergründe kennen. Man höre sich nur mal den Hall auf einer Gesangsaufnahme an. Wenn man diese in Echt nachstellen würde, müsste man den Gesang in einem gläsernen Dom aufnehmen. In diesem Bereich habe ich also noch sehr viel Neues zu lernen. Die Musikrichtungen ähneln sich mehr als man glaubt! Ganz gleich, wo die musikalischen Wurzeln liegen &#8211; In der heutigen Zeit sollte man sich nicht zu sehr auf einen Stil beschränken. Heutige Musik ist sowieso ein wilder Stilmix. All diese Klänge und Überlegungen im Sounddesign, Mixing und Co wären nicht entstanden, wenn man sich nicht außerhalb seiner Komfortzone gewagt hätte. Ich muss nur daran denken, wie Gitarristen Effekte verwenden, die ich eher in der elektronischen Musik vermutet hätte. Wieso sollte ein Musikproduzent der elektronischen Musik sich nicht mit Röhrenverstärkern befassen? Es scheint kein &#8222;falsch&#8220; oder &#8222;richtig&#8220; zu geben. Die einzelnen Musikrichtungen sind eher Konventionen, die sich aus Hörgewohnheiten ergeben haben. Manche Techniken sind nur in einer Szene bekannt und führten zu einem gewissen Sound. Wer mit unterschiedlichen Strukturen, Melodien, Effekten und Themen arbeitet, kann sich einen viel größeren Raum an Möglichkeiten eröffnen. Also, wieso sollte man sich dann noch an Konventionen halten?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.nadinedemacedo.com/musik/songwriting-in-unterschiedlichen-musikrichtungen/">Songwriting in verschiedenen Musikstilen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.nadinedemacedo.com">Nadine de Macedo</a>.</p>
]]></description>
		
					<wfw:commentRss>https://www.nadinedemacedo.com/musik/songwriting-in-unterschiedlichen-musikrichtungen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
